Wenn der Körper in Alarmbereitschaft bleibt
Nach belastenden Erlebnissen oder langen Phasen von Überforderung bleibt das Nervensystem oft in Daueranspannung: Der Schlaf ist unruhig, der Atem flach, der Körper fühlt sich fremd oder wie abgeschaltet an. Klassische Yogastunden mit Ansagen zur „richtigen“ Haltung, geschlossenen Augen und körperlicher Korrektur können in dieser Situation eher Stress auslösen als lösen.
Traumasensibles Yoga dreht die Prioritäten um. Nicht die Form der Übung steht im Mittelpunkt, sondern deine Wahrnehmung: Was spürst du gerade? Was tut dir gut? Was möchtest du verändern? Aus dieser Haltung heraus entsteht Schritt für Schritt wieder Vertrauen in den eigenen Körper.
In meiner Arbeit verbinde ich Yoga und psychologische Yogatherapie mit Entspannungsverfahren wie Autogenem Training und Progressiver Muskelentspannung sowie mit Methoden aus Stressmanagement und Achtsamkeitspraxis. So entsteht eine Begleitung, die Körper, Gedanken und Gefühle gleichermaßen einbezieht.
Die vier Grundhaltungen der Praxis
Sicherheit zuerst
Ein ruhiger, verlässlicher Rahmen ohne Leistungsdruck, ohne Korrektur und ohne Berührung.
Wahlfreiheit
Jede Übung ist ein Angebot. Du entscheidest, was du mitmachst, veränderst oder auslässt.
Erdung & Atem
Einfache Atem- und Erdungsübungen unterstützen die Regulation des Nervensystems.
Im eigenen Tempo
Kurze Einheiten, viele Pausen und ein Abschluss, der dich orientiert und ruhig zurücklässt.
So kann eine Einheit aussehen
Wir beginnen mit einem kurzen Ankommen und klären, was dir heute guttut. Danach folgt eine ruhige Sequenz, die du jederzeit anpassen oder unterbrechen darfst.
- Ankommen, Orientierung im Raum und Absprache über das Tempo
- Einfache Erdungsübungen im Sitzen, Stehen oder am Stuhl
- Sanfte Bewegung im Rhythmus des eigenen Atems
- Atemübungen zur Beruhigung des Nervensystems
- Ruhiger Abschluss mit klarer Rückkehr in den Alltag
Für wen die Begleitung gedacht ist
Für Menschen mit anhaltendem Stress, Erschöpfung oder Schlafproblemen, nach belastenden Lebensereignissen, in Phasen der Neuorientierung – und für alle, die sich in Gruppenkursen bisher unwohl gefühlt haben.
Die Einzelsitzungen finden in Neuried in der Ortenau statt – auch gut erreichbar aus Lahr und Neuried – sowie in Neu-Ulm.
Häufige Fragen
Was bedeutet traumasensibles Yoga?
Traumasensibles Yoga ist eine besonders behutsame Form der Yogapraxis. Im Mittelpunkt stehen Sicherheit, Wahlfreiheit und Selbstbestimmung: Du entscheidest jederzeit, welche Übung du mitmachst, wie intensiv du übst und ob du die Augen offen lässt. Es wird nicht körperlich korrigiert und es gibt keine Berührung ohne Einladung.
Ist traumasensibles Yoga eine Therapie?
Nein. Die Praxis kann eine psychotherapeutische oder ärztliche Behandlung sinnvoll begleiten, ersetzt sie aber nicht. Bei akuten Belastungen oder einer bestehenden Diagnose stimme die Teilnahme bitte vorab mit deiner behandelnden Fachperson ab.
Wie unterscheidet es sich von einem normalen Yogakurs?
Der Fokus liegt nicht auf der äußeren Form der Haltung, sondern auf deiner Körperwahrnehmung. Die Anleitung erfolgt in einladender Sprache, das Tempo ist ruhig, Übungen sind jederzeit anpassbar, und Atem- sowie Erdungsübungen zur Regulation des Nervensystems nehmen viel Raum ein.
Brauche ich Yoga-Erfahrung?
Nein. Alle Übungen lassen sich im Stehen, im Sitzen, am Stuhl oder auf der Matte umsetzen. Wir starten mit einem kostenlosen Kennenlerngespräch und finden gemeinsam einen Einstieg, der sich für dich stimmig anfühlt.
Findet die Praxis einzeln oder in der Gruppe statt?
Traumasensibles Yoga biete ich vor allem in Einzelsitzungen in Neuried (Ortenau) und in der Naturheilpraxis Sabine Riegert in Neu-Ulm an. So lässt sich das Tempo vollständig an dich anpassen.
Persönlich & unverbindlich
In deinem Tempo beginnen
Im kostenlosen Kennenlerngespräch klären wir in Ruhe, was du brauchst und ob eine traumasensible Begleitung für dich passt – ohne Verpflichtung.
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